Vortrag im Fach-Forum Kältetechnik auf der Chillventa 2018

Vortrag im Fach-Forum Kältetechnik auf der Chillventa 2018

Philipp Helmgens, unser verantwortlicher Mann für die Konzeption des mit dem Chillventa Award ausgezeichneten Projekts „Auf Hocheffizienz optimiertes Kältesystem in einem  Folienextrusionsbetrieb“ stellte im Fach-Forum Kältetechnik auf der Chillventa das Projekt vor.

Die ursprüngliche Aufgabenstellung wurde gleich zu Anfang gemeinsam mit dem Auftraggeber geprüft. Diese war eine Erhöhung der Kälteleistung für eine Produktionshalle, die bis dahin mit dezentralen Anlagen versorgt wurde. Daraus vereinbarte man die ganzheitliche Betrachtung des Kälteversorgungssystems. Im Verlauf der Untersuchung wurden alle prozeßtechnischen Parameter der Produktionshalle und ihrer Einrichtungen aufgenommen und hinterfragt, bestehende Systemparametrierungen in Frage gestellt und gemeinsam mit der Betriebsführung auf den tatsächlichen Bedarf der aktuellen Prozesse angepaßt.

Die bisherigen Energieverbräuche wurden gemessen und zu erwartende Energiebedarfe modelliert. Die daraus entstehende Lastkurve wurde in Jahresstunden aufgelöst analysiert und die Kälteerzeugung und –verteilung daraus optimal konzipiert. Dazu wurden auch relevante Teillastfälle abgebildet und die entsprechenden Betriebspunkte als Basis für die Systemauslegung verwendet.

Auch wenn aufgrund der Anforderungen an die Zuverlässigkeit und Prozeßstabilität bewährte Standardkomponenten angewendet wurden, ergab die optimale Kopplung und Parametrierung ein System, das gegenüber dem externen Benchmark des Umweltbundesamts für die Kunststoffbranche eine Einsparung von 70% der Energie ermöglicht.

Neben dem ökologischen Effekt führt das zu einer deutlich erhöhten Marktfähigkeit von in Deutschland produzierten Produkten, sichert die Stabilität des Auftraggebers und sichert heimische Arbeitsplätze.

Um das Konzept zu erstellen und umzusetzen war eine intensive, konstruktive und auf das gemeinsame Ziel ausgerichtete Zusammenarbeit mit allen Projektpartnern erforderlich – und das sogar über das konkrete Projekt hinaus, weil für die Rückkühlung aufgrund der beengten Verhältnisse das Dach der gerade im Bau befindlichen Nachbarhalle dienen mußte.

So gelang es den Duschl Ingenieuren eine Lösung zu finden, die alle geforderten Grenzen eingehalten hat, nämlich

– Vermeidung von Beeinträchtigungen der Produktion während des Umbaus und des Betriebs der neuen Kälteanlage

– Erhöhung der verfügbaren Kälteleistung

– Optimierung der Betriebssicherheit durch Schaffung von Redundanzen bei ausgewählten System- und Anlagenteilen

– Gewährleistung eines ergonomischen Anlagenbetriebs trotz hochgradig beengter Verhältnisse

Zusätzlich wurden Nebenwirkungen erzielt, die die Erwartungen weit übertroffen haben:

– Verbesserung des ökologischen Fußabdrucks

– Deutliche Optimierung der Wirtschaftlichkeit der Kälteversorgung

– Erhöhung der verfügbaren Produktionsfläche wg. Rückbau der dezentralen Anlagen im Produktionsbereich

Zögern Sie nicht uns zu kontaktieren, wenn Sie die komplette Präsentation einsehen möchten.