06.06.19 „Wir spielen Kabelverstecken“

Ergänzung technischer Anlagen im denkmal-geschützten Umfeld 

Auf viele Ingenieure wirken Sanierungsmaßnahmen in unter Denkmalschutz stehenden Projekten nach der ersten Euphorie über den akquirierten Auftrag dann doch eher als „fortwährend neue Probleme produzierende“ Aufgabe, denn als eine Kür der eigenen Leistungsmöglichkeiten. Dass das eine das andere nicht ausschließt und hier innovative Lösungen und der eigene Ingenieursgeist mehr als bei den meisten Neubauten gefragt sind und „ausgelebt“ werden können, übersehen viele.

An Hand von Beispielen aus abgeschlossenen und aktuellen Projekten berichtet Herr Andreas Graf, Duschl Ingenieure, von gelungenen und weniger gelungenen Lösungen im Spannungsfeld von aktuellen Vorschriften und Denkmalschutz.

Nachträgliche technische Anforderungen an historische Bauteile

Aus dem Bereich der Baudenkmalpflege betrachtet Hayo Ross, staatl. geprüfter Restaurator und Geschäftsführer der RSP GmbH, Restaurierung und Denkmalpflege, anhand von umgesetzten Maßnahmen an Fenstern, Türen und Wandverkleidungen u.a. folgende Aspekte:

Was entsteht, wenn in einer laufenden Maßnahme Anforderungen an historische Bauteile hinzukommen?

  • Alles möglich? Wo liegen die Grenzen.
  • Schnittstellen – Wie viele sind beteiligt.
  • Ist eine „ehrliche“ sichtbare Lösung denkbar?
  • Unterschiedliche Planungsaufgaben bei Neubau und Bestand.
  • Nachträgliche Anforderungen durch Brandschutz-konzept und Verschlußüberwachung.
  • Wandverkleidung – Wenn sich die Nutzung ändert. Von einem Jahrhundertwende-Sitzungssaal über ein Großraumbüro zum Multimedia-Präsentationsraum.

Referenten:

Ing. Andreas Graf
DUSCHL INGENIEURE
Hayo Ross
RSP GmbH
www.kulturgut-restaurierung.de